Wirkung des Ausdauertrainings als Gesundheitstraining

Ein tägliches allgemeines Ausdauertraining von zehn Minuten beugt prinzipiell der Entwicklung degenerativer Veränderungen des Herzkreislaufsystems (HKS) vor und erhält die Bewegungsökonomie der belasteten Muskulatur. Damit aber die volle präventive-gesundheitliche Wirkung erzielt werden kann, sind Anpassungserscheinungen im HKS, im Stoffwechselsystem und in der Blutgerinnung nötig. Die Studie aus dem Jahr 2008 vom U.S. Department of Health and Human Services zeigt, dass es zwischen Gesamtsterblichkeit und körperlicher Aktivität eine Wirkungs-Beziehung gibt. Die Dosis-Wirkungs-Kurve verdeutlicht, dass das relative Risiko, (RR) frühzeitig zu sterben, mit zunehmender Bewegungsdosis abnimmt.

Unbenannt

 

(Bundesministerium f. Gesundheit, 2010, S. 18 – Österreichische Empfehlungen für gesundheitswirksame Bewegung)

 

Bei weniger als einer Stunde Belastung pro Woche beträgt die mittlere Intensität 1 (RR=1), einen vorzeitigen Tod zu erleiden. Bei 90 Minuten pro Woche liegt das RR bei 0,8 und sagt aus, dass bei regelmäßiger Bewegung ein um 20 Prozent niedrigeres Risiko besteht, vorzeitig zu sterben. Bei 420 Minuten – also bei 7 Stunden Training pro Woche – beträgt die RR nur mehr 0,6, folglich sinkt das Risiko um 40 Prozent.

Bis zu einem wöchentlichen Training von 420 Minuten steigt der gesundheitliche Nutzen an, der zusätzliche Nutzen darüber lässt sich jedoch schwer abschätzen und wird zunehmend geringer.